Wenn die klassische Stellenanzeige nicht mehr ausreicht

 

Kennen Sie das?

Immer weniger Bewerber reagieren auf Ihre Stellenanzeigen? Es wird immer schwieriger aus den geringen Bewerberzahlen den passenden Mitarbeiter zu finden? 

 

Die Anzahl offener Stellen ist in 2015 im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich gestiegen. Es wurde der höchste Wert der letzten Jahre registriert. Es sind deutlich mehr Stellen offen als vor der Finanzkrise 2008. Immer mehr Firmen stehen vor dem gleichen Problem, nämlich qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten. Aber nicht nur qualifizierte Mitarbeiter, auch geeignete Azubildende sind immer schwerer zu finden. 

Checkliste für die Mitarbeiterrekrutierung

Hier finden sie eine Checkliste mit allen 8 Tipps wie Sie erfolgreich qualifizierte Mitarbeiter rekrutieren!

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8 Tipps, wie Sie das Rennen um qualifizierte Mitarbeiter gewinnen

63% aller Arbeitnehmer suchen derzeit (aktiv oder passiv) nach einem anderen Arbeitsplatz. Trotzdem klagen viele Firmen über Bewerbermangel. Gerade der Mittelstand hat es oftmals schwer, sich im Rennen um die besten Bewerber gegen die großen Konzerne durchzusetzen. Um Sie als Arbeitgeber attraktiv zu positionieren und zunehmende Bewerberzahlen zu generieren haben wir wertvolle Tipps für Sie zusammengestellt: 

Rennen um Bewerber

Tipp 1: Die eigene Webseite - Ihre Visitenkarte

Es klingt banal, ist aber von enormer Wichtigkeit: Stellenanzeigen sollten immer auf der eigenen Webseite zu finden sein. Ansonsten laufen andere Werbemaßnahmen womöglich ins Leere. Bewerben Sie Ihre offenen Stellen z.B. im Radio oder Kino, werden sich interessierte Arbeitnehmer auf Ihrer Internetseite über die Stelle informieren wollen. Machen Sie Ihren Karriere-Bereich mit den Stellenanzeigen leicht zugänglich.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance! Und dieser erste Eindruck entsteht nicht erst beim persönlichen Kontakt, sondern bereits mit dem Besuch Ihrer Webseite. Nutzen Sie Ihre Karriere-Seite dann vor allem für eine ansprechende Präsentation. Wofür stehen Sie und was zeichnet Sie als Arbeitgeber aus? Kommunizieren Sie Ihre wichtigsten Argumente direkt auf der Seite. Authentische Bilder von gelungenen Mitarbeiter-Veranstaltungen oder positive Referenzen aktueller Mitarbeiter können die eigene Präsentation dabei unterstützen.

Visitenkarte

Tipp 2: Die klassische Stellenanzeige

Es gibt viele Stellenportale und Jobbörsen im Internet wie monster.de oder stepstone.de. Hier sollten Arbeitgeber offene Stellen auf jeden Fall veröffentlichen. Vor allem Arbeitnehmer, die sich aktiv auf der Suche befinden, nutzen diese Portale zur Stellensuche.

Dies wird auch von den meisten Unternehmen praktiziert. Schwierig wird es dann bei der Vielzahl an offenen Stellen, aus der Masse herauszustechen. Deswegen kann die Stellenanzeige nur als "Pflichtaufgabe" betrachtet werden. Darauf aufbauend sollten Sie auf jeden Fall weitere Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Stellenanzeige

Tipp 3: Hochschulmarketing und Schülerwerbung


Vor allem an Universitäten und Schulen finden Sie junge und motivierte Kandidaten mit hervorragenden Zukunftsperspektiven. Binden Sie diese Potentiale frühzeitig an Ihr Unternehmen.

63% der Studierenden sind neben dem Studium bereits erwerbstätig. Hier wird mitunter die Grundlage für den späteren beruflichen Werdegang gelegt. Seien Sie vor Ort präsent. Vom klassischen Plakat, über Leuchtsäulen, Spannbanner und Anzeigen in Hochschulmagazinen bis hin zu Sponsorings von Studentenpartys gibt es unzählige Möglichkeiten.

Unser Tipp:

Besonderen persönlichen Kontakt zu dieser Zielgruppe stellen Sie über die neue Form des "Campus Recruitainment" her. Mal begeben sich die Teilnehmer auf eine Schnitzeljagd über das Hochschulgelände, mal machen sie eine Art Job-Kaffeefahrt, mal programmieren sie um die Wette oder tauschen sich in kleinen Arbeitsgruppen zu Fachthemen aus.

Immer steht eine fachliche Herausforderung im Mittelpunkt, die sowohl technisches Verständnis als auch Fachkenntnis der Teilnehmer voraussetzt. Die teilnehmenden Partnerunternehmen bringen sich mit ihren Experten in die Veranstaltungen ein und bauen während eines kurzen Zeitraums persönliche Verbindungen zum akademischen Nachwuchs auf.

Zusammen mit unserem Kooperationspartner "Deutsche Hochschulwerbung" haben wir Ihnen die Möglichkeiten übersichtlich zusammengestellt.

 

Hochschulmarketing

Tipp 4: Abwerbung von Mitarbeitern

Das Abwerben von Mitarbeitern der Konkurrenz muss nicht immer über Headhunter oder direkten Kontakt erfolgen. Es gibt auch andere, recht einfache und zulässige Möglichkeiten.

Platzieren Sie doch einfach Ihre Botschaft direkt im Umfeld Ihrer Wettbewerber.

Beispiel: Plakatwerbung

Buchen Sie Plakatflächen direkt in der Nähe oder vor dem Sitz des Konkurrenten. Werben Sie auf diesen Plakaten für bestimmte offene Stellen oder allgemein für sich als Arbeitgeber. Ebenso können Plakatflächen auf dem täglichen Weg zur Arbeit des Wettbewerbers für diese Form genutzt werden. 


Tipp 5: Employer Branding

Employer Branding fasst alle Maßnahmen zusammen, mit deren Hilfe ein Unternehmen als attraktive Arbeitgebermarke nach innen wie nach außen positioniert wird. Ziele sind die Verbesserung der Mitarbeitergewinnung sowie der Mitarbeiterbindung, eine Steigerung der Leistungsbereitschaft und die Optimierung der Unternehmenskultur sowie die Verbesserung des Unternehmensimages.

Zu den Maßnahmen von Employer Branding zählen zum einen die Implementierung von Maßnahmen der Mitarbeiterentwicklung bezüglich Gehalt, Zusatzleistungen aber auch Karrierechancen. Zum anderen gehören zum Employer Branding aber auch gezielte imagefördernde Kommunikationsmaßnahmen.

Durch Employer Branding steigen Motivation und Einsatzbereitschaft im Unternehmen sowie die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeitsdauer. Fluktuation und krankheitsbedingte Ausfallzeiten sinken. Für das Recruiting stellt Employer Branding einen Wettbewerbsvorteil im „War for Talents“ dar.

Nur mit der passenden Positionierung und der konsequenten Darstellung als attraktiver Arbeitgeber werden Sie die „richtigen“ Bewerber bekommen. 

mehr erfahren

Employer-Branding

Tipp 6: Gezieltes Targeting über alle Mediengattungen

Es gibt viele Mediengattungen, die sich eignen, um die eigene Arbeitgebermarke zu stärken und potenielle Bewerber anzusprechen. Vor allem Medien, die lokal gut aussteuerbar sind, können für die gezielte Mitarbeitersuche hervorragend genutzt werden. Dazu zählen vor allem das Plakat, Tageszeitungen, Radio und Kino.

Aber auch die neuen, digitalen Medien Online und Mobil lassen sich hervorragend für lokale Werbemaßnahmen einsetzen. Vor allem bei jungen Menschen erzielen diese Medien eine besonders hohe Aufmerksamkeit.

Unser "regionaler Werbewegweiser" zeigt Ihnen die besten Möglichkeiten für lokale Werbung in einzelnen Städten auf!

zum regionalen Werbe-Wegweiser

Darüberhinaus sind auch Fachzeitschriften ein empfehlenswertes Medium. Schalten Sie Ihre Stellenanzeige für den Architekten im "Deutschen Architektenblatt". Die Mobilität der Gesellschaft wächst. Arbeitnehmer sind nicht mehr so fest an einen Wohnort gebunden wie früher. Deswegen können sich auch überregionale Anzeigen lohnen. Dafür sollten aber Medien ausgewählt werden, die in erster Linie von den gesuchten Mitarbeitern gelesen werden.


Tipp 7: Arbeitgeber-Bewertungsportale berücksichtigen

Auf Arbeitgeber-Bewertungsportalen wie z.B. kununu.com können sich interessierte Kandidaten auf die Schnelle einen Eindruck vom Unternehmen verschaffen, wie das Unternehmen von Mitarbeitern und Bewerbern wahrgenommen und beurteilt wird. Denn die Meinung von "Insidern" ist ein wichtiger Faktor bei der Arbeitgeber-Wahl.

Hier kann vor allem verglichen werden, ob getätigte Aussagen und Versprechungen auch im tatsächlichen Arbeitsalltag eingehalten werden. Versichert der Arbeitgeber z.B. im Vorstellungsgespräch, dass Überstunden nur eine Ausnahme darstellen und Mitarbeiter kritisieren gleichzeitig viele Überstunden in Bewertungsportalen, schreckt das Bewerber eher ab.

Besser ist es sicher, ehrlich auch mit kritischen Themen umzugehen und evtl. direkt Maßnahmen aufzuzeigen, wie Verbesserungen angestrebt werden. Dazu ist es aber notwendig selbst zu wissen, was eigene Mitarbeiter über den Arbeitgeber denken. In persönlichen Gesprächen trauen sich Mitarbeiter nicht immer alles anzusprechen. Deswegen sollten regelmäßig auch Bewertungen in öffentlichen Portalen verfolgt werden. Anbieter wie kununu.com bieten zudem für Arbeitgeber die Möglichkeit, Stellungnahmen zu kritischen Bewertungen abzugeben. Nutzen Sie diese Möglichkeit auf jeden Fall!

Vor alle Mitarbeiter, die unzufrieden sind, äußern dies eher als Mitarbeiter, die zufrieden sind. Deswegen können Bewertungsportale u.U. einen negativen Eindruck vermitteln, obwohl die meisten Mitarbeiter eigentlich glücklich sind. Animieren Sie zufriedene Mitarbeiter dazu, ebenfalls Bewertungen abzugeben.

Unternehmen, die einen bestimmten Durchschnitts-Wert bei Bewertungen erreichen, erhalten dann vom Anbieter teilweise ein Gütesiegel. Dieses Gütesiegel kann in die gesamte Recruiting-Kommunikation mit eingebaut werden und stärkt damit die Arbeitgeber-Marke.

Bewertungsportale

Tipp 8: Social-Media-Kanäle nutzen

Neben Arbeitgeber-Bewertungsportalen dürfen auch die anderen Social-Media-Kanäle nicht vergessen werden. So wie sich Arbeitgeber heutzutage Facebook-Profile von Bewerbern anschauen, betrachten umgekehrt die Bewerber ebenso die Profile der Firmen. Natürlich präsentieren sich hier Unternehmen in erster Linie den Kunden. Vergessen Sie aber nicht, bei der Präsentation auch auf Bewerber zu achten und welchen Eindruck Sie mit Ihrem Profil dieser Zielgruppe vermitteln.

Darüber hinaus gibt es Portale wie Xing oder LinkedIn, die vor allem für berufliche Kontakte genutzt werden. Hier sollten Sie als Arbeitgeber präsent und aktiv sein. Zu einzelnen Fachrichtungen bilden sich Gruppen, wo über aktuelle Themen aus dem Gebiet diskutiert wird. Diskutieren Sie mit, kommen Sie mit potentiellen Kandidaten ins Gespräch und stellen Sie sich als authentischer und aufgeschlossener Arbeitgeber dar. Bringen Sie auf diese Weise Ihre Firma immer wieder ins Gespräch, sodass sich die Diskussionsteilnehmer an Sie erinnern, wenn Sie auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind.

Social Media
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